Firmen-Chronik der SÄMANN Stein- und Kieswerke.

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2013
Mit Beginn des Jahres 2013 haben wir gemeinsam mit der bmk Steinbruchbetriebe GmbH & Co. KG und Gebr. Zimmermann GmbH die RetroMin GmbH & Co. KG mit Sitz in Illingen im Steinbruch Sämann gegründet. Verantwortlich für die Geschäftsführung ist Frau Dipl. Geogr. Christa Szenkler und mit Wirkung zum 01.04.2013 werden alle Anfragen und Ausschreibungen in den Bereichen Recycling, Bauschuttaufbereitung und -verwertung direkt über die RetroMin abgewickelt.

Um am Standort Illingen wettbewerbsfähig zu bleiben, wurde ein weiteres vollautomatisiertes Waageterminal eingerichtet, damit sich die Wartezeiten für die Kunden reduzieren. Ende 2012 wurde im gleichen Zug ein neues Verwaltungsgebäude in Illingen gebaut, in dem die Firmen RetroMin und SZ Steinwerke ebenfalls ihren Sitz haben.

Am 06.12.2012 wurde uns von der BG RCI das Gütesiegel „Sicher mit System“ verliehen, das uns als Unternehmen mit effektivem und effizientem Arbeitsschutz auszeichnet. Die Anforderungen, ein solches Siegel für vorbildlichen Arbeitsschutz zu erhalten, gehen weit über die gesetzlichen Anforderungen hinaus.

Im Juni 2012 wurde auf einer 2,4 ha großen, rekultivierten Steinbruchfläche am Standort Illingen ein Solarpark mit einer Leistung von 1,4 Megawatt in Betrieb genommen – der größte Solarpark im Enzkreis. Zwischen den Solarmodulen sind Bienenvölker angesiedelt um dem Naturschutzgedanken Rechnung zu tragen und langfristig die heimischen Streuobstwiesen zu erhalten. Zudem wird eigener Honig in Zusammenarbeit mit dem Imker Gerhard Haffner produziert.

Mit der Zertifizierung als Entsorgungsfachbetrieb nach § 52 KrW-/AbfG im Juli 2011 ist die Sämann Stein- und Kieswerke GmbH & Co. KG zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb. PÜG mbH als technische Überwachungsorganisation (TÜO) führt die laufende Zertifizierungen nach der Entsorgungsfachbetriebeverordnung durch.

Bei der Fortschreibung des Regionalplanes für oberflächennahe Rohstoffe vom Regionalverband Nordschwarzwald erhält die Vorstellung, den Abbau auf die andere B10 Seite zu verlegen und somit auf Teile des Nordfeldes (angrenzend an das Wohngebiet Hummelberg) zu verzichten, mehrheitliche Zustimmung im Gemeinderat Illingen. Insgesamt steht eine Abbaufläche von 13ha zur Verfügung und weitere 10ha Sicherungsflächen liegen westlich daran im Anschluß.

2010
In Illingen wurde im Jahr 2010 eine neue Entstaubungsanlage der Fa. Dantherm zur Reduzierung der Staub-Emissionen eingebaut. Der Standort Ersingen wurde 2012 an einen Mitbewerber verpachtet. In Wintersdorf wurde ein neues Edelsplittwerk mit neuer Brecheranlage errichtet, wodurch der Standort weiter an Produktivität und Qualität hinzugewonnen hat.

Zeitgleich wird der Standort Bruchhausen durch einen Pächter ausgebaggert und anschließend nach Maßgabe des Rekultivierungsplanes und in enger Abstimmung mit dem Landratsamt Karlsruhe und dem Naturschutzbeauftragten für den Landkreis rekultiviert. An allen Standorten wird stets eine Erweiterung geprüft und umgesetzt. Hierbei spielen Rekultivierungsmaßnahmen und die Folgenutzung jeweils eine wichtige Rolle.

Durch die Gemeinschaftslizenz im Güterkraftverkehr wird der firmeneigene Fuhrpark effizienter ausgelastet und das Geschäft weiter ausgedehnt im Bereich der Futter- und Lebensmitteltransporte. Seit Dezember 2012 sind Teile des Fuhrparks der Sämann Stein- und Kieswerke nach GMP+ B4 zertifiziert, um Straßentransporte von Getreide und Futtermitteln durchzuführen. Die Gründung der SZ Steinwerke GmbH & Co. KG gemeinsam mit Gebr. Zimmermann, Roßwag, stärkt die Chancen am Markt durch vielerlei Synergieeffekte sowohl in technischen als auch in vertrieblichen Bereichen. Bei der örtlichen Gewerbeschau präsentierte sich das Gemeinschaftsunternehmen in Illingen erstmals 2010 gemeinsam.

Nach dem Tod des langjährigen Geschäftsführers Herbert Sämann im Jahr 2003 treten erst sein Bruder Ulrich und später dessen Sohn Jochen in die Geschäftsführung ein und führen es seither gemeinsam mit Christiane Sämann, die 2006 in das Unternehmen eintritt.

2000
Im Jahr 2002 findet die Umfirmierung in die "Sämann Stein- und Kieswerke GmbH & Co. KG" statt. Bereits in den Sechziger Jahren gelang der Erwerb eines bestehenden Steinbruchgeländes in Kämpfelbach-Ersingen, das derzeit im Zuge einer Änderungsgenehmigung auf über 10 ha erweitert wird. Das Werk liegt nahe an der A8 Ausfahrt Pforzheim West.

Seit 2004 wird ein Großteil unseres Materials über die Vertriebsgesellschaft, BVG Baustoffvertriebs Gesellschaft OHG vertrieben. Im Bereich Kiesvertrieb erfolgte im Jahr 2008 die Beteiligung an der Vertriebsgesellschaft KVB Kiesvertrieb Bruchsal GmbH & Co. KG, die mit 5 Werken im Raum Karlsruhe – Bruchsal Sand, Kies und Edelsplitte ihrer Gesellschafter vertreibt.

Am Standort Knittlingen/Bretten wurde gemeinsam mit der Biomethananlage Mühlacker GmbH & Co. KG (BMM) ein 2 ha großes Außenlager für Biomasse errichtet. Im Auftrag der BMM wird dort Biomasse siliert und mit zwei Fahrzeugen laufend von Knittlingen in die Biogasanlage Mühlacker gefahren, die aus nachwachsenden Rohstoffen Biomethan erzeugt, das wie Erdgas verwendet werden kann.

1990
In der Neunziger Jahren wurde das Kies- und Edelsplittwerk in Wintersdorf neu geplant und erweitert. Gleichzeitig wurden auch die Sozialräume und das Werkbüro neu errichtet und mit einer elektronischen Waagen- und Verladeanlage den Anforderungen eines modernen Werkes gerecht. In Illingen wurde in dieser Zeit eine moderne Werkstatt für Lkws und Baumaschinen gebaut, um den gestiegenen Anforderungen weiter gewachsen zu sein. Seit Mitte der Neunziger Jahre wird ein großer Teil des Materials direkt an der Wand (Load & Carry) mit Hilfe einer mobilen Brech- und Siebanlage produziert. Mitte der Achtziger Jahre wurden in Illingen zusätzlich das Werkbüro und die Waage neu gebaut.

1970 und 1980
Ende der Siebziger Jahre wurde der Neubau im Werk Illingen vollzogen, d.h. unter Einbeziehung modernster Gesichtspunkte wurde das Werk mit einer umweltgerechten Entstaubungsanlage, einer eingehausten Brech- und Siebanlage und moderner Dosierungs- und Verladetechnik gebaut. Einige Jahre wurde der Parallelbetrieb mit dem "alten Werk" noch aufrechterhalten und im Jahre 2003 dann stillgelegt.

1989 stirbt Gründer- und Seniorchef Wilhelm Sämann im Alter von 88 Jahren. Bis ins hohe Alter war er dem Betrieb eng verbunden und stets am Geschehen interessiert.

1960
Anfang der Sechziger Jahren erweiterte sich das Unternehmen um das Gelände in Ettlingen - Bruchhausen, zur Sicherstellung der weiteren Kies- und Sandproduktion. Das Kieswerk wird ohne Splittproduktion betrieben und das Rundmaterial ungebrochen ab Werk verkauft.

Mitte der Sechziger Jahre wurde ein bestehender Steinbruchbetrieb in Grötzingen bei Karlsruhe erworben, in dem 10 Jahre lang produziert wurde. Auf Grund des Rohstoffmangels verbunden mit zu hohen Abraumkosten wurde der Betrieb wieder eingestellt - das Gelände wurde als Erddeponiefläche an den Landkreis Karlsruhe zurückgegeben. Ende der Sechziger Jahre wurde parallel zur Stilllegung in Grötzingen ein neues Betriebsgelände in Staffort-Stutensee gefunden und ein Kieswerk eröffnet.

Dies ermöglichte wieder einen ständigen Lageraustausch der einzelnen Sorten zwischen den Werken mit der firmeneigenen Fuhrparkflotte. Im Jahr 2003 wurden alle Betriebsanlagen am Standort Staffort-Stutensee stillgelegt. Das Gewässer wurde renaturiert und der Gemeinde zurückgegeben. Heute wird es als Bade- und Angelsee genutzt.

1950
Anfang der Fünfziger Jahre erfolgte die Umfirmierung in die "SÄMANN Stein- und Kieswerke KG". Mitte der Fünfziger Jahre und nach einigen mühevollen Verhandlungen eröffnete in Wintersdorf bei Rastatt das erste Kies- und Splittwerk.

Nun konnte noch wirtschaftlicher gearbeitet werden, da die anstehenden Frachtprobleme gelöst waren. Es folgten Fahrten in den badischen Raum mit Schotter und Rückfrachten mit Kies und Sand in die hiesige Region. Ende der Fünfziger Jahre kam die Steinbruchanlage in Knittlingen hinzu, welche verkehrsgünstig an der B35 liegt. Das Kalksteinwerk Knittlingen (KWK) zählt heute noch zu den wichtigen Rohstoff-Lieferanten in der Region.

In den 1950er Jahren tritt Herbert Sämann als Geschäftsführer in die Stein- und Kieswerke ein und führt diese bis zu seinem plötzlichen Tod 2003.

1930
Grundstein der heutigen "SÄMANN Stein- und Kieswerke GmbH & Co. KG" mit Stammsitz in Mühlacker legte der Kaufmann Wilhelm Sämann zusammen mit seinem Vater Karl, einem Steinmetz aus Schmie. Sie firmierten anfangs unter "Karl Sämann & Söhne Schotterwerk Illingen". Es wurde vorwiegend Schotter für den Strassen- und Wohnbau produziert.

Aufgrund der damaligen Wirtschaftskrise und aufgrund finanzieller Schwierigkeiten des Vaters, übernahm Sohn Wilhelm das Schotterwerk - Kapital für die Finanzierung hatte er bereits im Manufakturwaren-Fachgeschäft, dem heutigen Kaufhaus Sämann, erwirtschaftet, das er seit 1922 in Mühlacker erfolgreich führte.